Der (N)ONLINER Atlas 2009 zur Nutzung und Nichtnutzung des Internet ist inzwischen veröffentlicht worden und zeigt, dass die Zahl der Onliner in Deutschland weiter steigt (von 65,1 Prozent 2008 auf 69,1 Prozent 2009). Damit sind inzwischen rund 46,3 Millionen Personen über 14 Jahre in Deutschland online.
Auch wenn dieser Wachstum freut, zeigt sich auf der anderen Seite auch, dass rund 26,6 Prozent der Befragten weiterhin zu den Offlinern zu zählen sind. Die digitale Spaltung in Deutschland bleibt also weiterhin recht groß, auch wenn die Zahl langsam zurückgeht. Besonders deutlich wird dies, wenn man die Onliner und Offliner nach Altersgruppen getrennt betrachtet. Während 95,6 Prozent der 14- bis 29-Jährigen das Internet nutzen, sind es bei Personen über 50 nur 44,9 Prozent. Je älter die Menschen sind, umso seltener nutzen sie also das Internet. Das kenne ich auch aus meiner eigenen Familie. Nur wenige meiner über 50-Jährigen Verwandten haben das Internet tatsächlich schon einmal genutzt. Für die meisten ist es nach wie vor ein unbekanntes Terrain.
Aber auch der Bildungsstand spielt bei der digitalen Spaltung nach wie vor eine Rolle. Erfreulich ist, dass unter den befragten Schülern 97 Prozent zu den Onlinern zu zählen sind. Ihnen folgen mit 87,1 Prozent diejenigen, die Abitur gemacht oder ein Studium abgeschlossen haben. Diejenigen, die weiterführende Schulen besucht , aber kein Abitur gemacht haben, nutzen das Internet immerhin mit noch 73,3 Prozent. Nur zu 53,4 Prozent zählen diejenigen zu den Onlinern, die nur einen Volks- oder Hauptschulabschluss haben. Hier ist die Differenz ebenfalls sehr deutlich zu sehen.
Männer nutzen das Internet übrigens nach wie vor häufiger (76,1) als Frauen (62,4 Prozent).
Der (N)ONLINER Atlas 2009 ist eine Studie von der Initiative D21 und seine Daten basieren auf insgesamt 30.700 Interviews, die als computergestützte Telefoninterviews (CATI) im Rahmen der TNS Omnibusse zwischen dem 9. Februar und dem 13. Mai 2009 durchgeführt wurden.
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