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Europa, Mobilität und das Essen

Genau vor einer Woche habe ich zusammen mit Frank Vohle die Jahrestagung der NA BIBB „Bildung für Europa“ zum Programm für lebenslanges Lernen 2009 in Bonn – Bad Godesberg besucht. Grund für unsere Teilnahme war unser EU-Projekt “Fahrausbildung“, dass wir dort vorstellen und vertreten sollten, Frank von Seite der Ghostthinker GmbH und ich von Seite der Uni Augsburg, Professur für Medienpädagogik. Die für uns wichtigen Fragen und Informationen in Bezug auf Finanzen, Pflichten der Projektpartner etc. wurden gleich zu Beginn der Tagung in zwei Stunden abgehandelt. Danach folgte, zumindest für uns beide, das Rahmenprogramm.

So haben wir am Nachmittag das Forum “Grünbuch Mobilität – Strategien, die eine Ausnahme zur Regel machen” besucht. Hier wurde zunächst das Grünbuch kurz vorgestellt, das sich mit der Mobilität von jungen Menschen zu Lernzwecken beschäftigt. Anschließend wurde über Möglichkeiten diskutiert, wie man diese Mobilität fördern kann, und über Probleme, die dabei auftreten. So besteht z.B. das hohe Ziel, dass bis 2020 mindestens 20 Prozent der Absolventen im Europäischen Hochschulraum im Ausland studiert oder einen Teil der Ausbildung im Ausland absolviert haben sollten. Davon ist man im Moment aber noch sehr weit entfernt. Einfach wird das Ziel wohl auch nicht zu erreichen sein. Denn neben der Motivation der jungen Menschen selbst müssen z.B. auch Ausbildungsbetriebe einen Grund haben, die Mobilität ihrer Auszubildenden zu fördern. Solange sie keinen Vorteil für sich darin erkennen, wird es schwer sein, sie dazu zu motivieren. Naja, schauen wir mal, wie es 2020 dann ausschaut. Diskutiert wurde jedenfalls ganz angeregt.

Nach dem Forum kam das feierliche Abendprogramm zum 100.000 Teilnehmer im Programm Leonardo da Vinci. Neben einigen Vorträgen zum Lernen durch Mobilität oder die vergangenen 15 Jahren der Mobilitätsförderung durch Leonardo da Vinci, die mehr oder weniger spannend waren, fand ich vor allem die Berichte der jungen Leute interessant, die im Rahmen der Mobilitätsprogramme einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland verbracht haben. Es war interessant zu hören, welche Erfahrungen sie im europäischen Ausland gemacht haben, welche Probleme es gab, aber auch welche positiven Seiten. Schön, dass hier ausnahmsweise mal diejenigen zu Wort kamen, über die bei solchen Tagungen eigentlich immer gesprochen wird.

Das Highlight des Abends kam im Anschluss in Form von acht voll gedeckten Tischen, auf denen jeweils Speisen aus verschiedenen europäischen Ländern (z.B. Spanien, Griechenland, Norwegen, Rumänien, Weißrussland…) zu finden waren. Auch eine Tolle Möglichkeit, den Menschen die Vielfalt Europas näher zu bringen. Geschmeckt hat es jedenfalls sehr gut.

Am Freitag habe ich die Tagung alleine besucht, da Frank bereits abgereist war. Auf dem Programm standen Netzwerk-Workshops. Hier konnte ich iMove (International Marketing of Vocational Education), eine Initiative des BMBF zur Internationalisierung deutscher Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen, sowie Jugend in Aktion, ein Förderprogramm der EU für alle jungen Menschen, kennen lernen. Waren an sich ganz nette Informationen. Momentan nutzen mir beide Programme persönlich zwar nicht wirklich etwas, aber interessant, was es alles so gibt, und wer weiß, was man später vielleicht mal brauchen kann.

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