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EU-Projekt DRIE 2.0 beendet

In meinem letzten Beitrag hatte ich bereits erwähnt, dass sich unser EU-Projekt “Driver Instructor Education 2.0″ dem Ende neigt. Nun ist das Projekt ganz offiziell abgeschlossen. Den letzten großen Meilenstein im Projekt, die Erstellung des finanziellen und inhaltlichen Endberichts, haben wir letzte Woche finalisiert. Alle Unterlagen wurden in dreifacher Ausfertigung, verteilt auf sechs Ordner und drei große Pakete mit einem Gesamtgewicht von 15 kg (siehe Bild) an die NA beim BIBB verschickt.  Dort wird der Endbericht nun geprüft und bewertet. Das Ergebnis werden wir dann, denke ich, in ein paar Monaten erfahren.

Nachdem ich mich nun fast 20 Monate lang mit dem Projekt beschäftigt habe, ist es schon etwas seltsam, dass es jetzt vorbei ist. Es war für mich eine spannende, nicht immer einfache Zeit, in der ich sehr viel gelernt habe und mich inhaltlich, fachlich und persönlich weiterentwickeln konnte. Mit Projektmanagement hatte ich davor nicht viel zu tun, mit Partnern aus unterschiedlichen Ländern erst recht nicht. Und Fahrlehrer kannte ich zuvor nur aus meiner eigenen Fahrschulzeit, an die ich gemischte Erinnerungen hatte. Aber die Idee, digitale Medien mal nicht nur für das Lernen und Lehren an Hochschule oder Schule einzusetzen, sondern in einem sehr speziellen Bereich der Berufsbildung hat mich gereizt. Nach und nach habe ich mich in die Thematik eingearbeitet und mich in meiner Rolle als Projektkoordinatorin eingefunden. Sehr hilfreich war für mich dabei die Zusammenarbeit mit unserem Projektleiter Frank. Nach dem Vier-Augen-Prinzip haben wir wichtige Aufgaben gemeinsam besprochen und uns gegenseitig unterstützt. Lieber Frank, danke an dieser Stelle nochmal für die super Zusammenarbeit und deine Geduld bei meinen kritischen Nachfragen. :-)

Neben der Projektkoordination war die wissenschaftliche Begleitung meine zweite Aufgabe. Hier ging es darum, bei der Konzepterstellung für den Einsatz der internetgestützten Videoreflexion zu helfen und die Implementation wissenschaftlich zu begleiten. Passende Erhebungsinstrumente mussten erarbeitet, Interviews geführt und andere Daten erhoben werden. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung kann man inzwischen in unserem Evaluationsbericht nachlesen.

Sehr erfreulich fand ich es im Projektverlauf zu sehen, wie unsere Praxispartner  aus Belgien, Deutschland, Österreich und Italien das gemeinsam erarbeitete Konzept umgesetzt und weiterentwickelt haben. Denn neben dem ursprünglichen Plan, die internetgestützte Videoreflexion in der Praxisphase der Fahrlehrerausbildung einzusetzen, um die Lehrkompetenz angehender Fahrlehrer zu fördern, haben unsere Partner drei weitere Einsatzszenarien entwickelt. So wird die internetgestützte Videoreflexion inzwischen auch in der ersten Ausbildungsphase eingesetzt: zum einen im fahrpraktischen Unterricht, zur Verbesserung der eigenen Fahrfähigkeiten, und zum anderen im Theorieunterricht bei ersten kleineren Lehrproben vor der Gruppe. Außerdem ist ein Blended Learning-Konzept für die firmeninterne Weiterbildung entstanden, das bereits in Österreich, Deutschland und Belgien erfolgreich getestet wurde.

Nun heißt es, das Projekt auch in weiteren Ausbildungsfahrschulen und Fahrlehrerausbildungsstätten in der Partnerländern, aber auch darüber hinaus bekannt zu machen. Hierbei ist vor allem unser Partner die Europäische Fahrlehrer Assoziation e.V. sehr wichtig. Um die Verbreitung des edubreak®-DrivingCampus voranzutreiben, haben wir gegen Ende des projektes Projektbroschüren in deutscher, englischer, französischen, spanischer und polnischer Sprache erstellt. Diese wurden und werden nun von uns wie auch von der EFA leissig verteilt. Auf jeden Fall bin ich schon sehr gespannt, wie sich das weiterhin entwickeln wird.

 

 

 

 

 

 

 

Das Schreiben des Endberichts war für mich noch einmal eine gute Gelegenheit, zu sehen, was im Projekt so alles passiert ist. Von der Beschreibung aller Ergebnisse, über die Transferstrategie bis hin zu den ganzen Disseminationaktivitäten ist wirklich jede Menge gelaufen. Ich bin sehr viel rumgekommen, habe sehr viele interessante Menschen kennen gelernt und mich mit ihnen ausgetauscht, habe endlich wieder mit dem Auto fahren angefangen (kein Wunder, bei so vielen Fahrlehrern als Partnern :-) ), durfte die ein oder andere Tagung besuchen und dort unser Projekt und seine Ergebnisse vorstellen. Eine große Herausforderung war dabei für mich der englischsprachige Vortrag auf der ONLINE EDUCA in Berlin. Aber ich bin froh, mich dieser Herausforderung gestellt zu haben. Etwas schade finde ich es ja schon, dass das Projekt nun vorbei ist. Aber durch mein Dissertationsvorhaben begleitet mich das Thema der internetgestützten Videoreflexion in der Fahrlehrerausbildung noch eine ganze Weile. Und ein neues Projekt wartet hoffentlich schon. Aber dazu ein anderes mal mehr. :-)

2 comments to EU-Projekt DRIE 2.0 beendet

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